[ Eine Rose ist ...

A la Rose von Maison Francis Kurkdjian

 

 

denkt man, angesichts gefühlter 10.000 Rosenparfums auf dem Markt. Und irrt. Denn es gibt immer wieder Kreationen, die für eine Überraschung sorgen. 

Wer beispielsweise die sommerliche Anmut taufrischer Rosen liebt, wird von Francis Kurkdjians "Á la Rose" hingerissen sein; immerhin versammeln sich in jedem Flakon mindestens 400 Rosenblüten. Fans dunkelroter Rosenbouquets hingegen werden den samtig-vanilligen "Rose Velours" von Van Cleef & Arpels lieben.

Die passende Begleitung für eine dramatische Abendrobe ist der elegant-würzige "Lyric Women" von Amouage, während Byredo in "Rose Noir" einen Rosenakkord mit Patchouli und der kühlen Strenge von Leder kombiniert, und den Duft so mit Charakter und maskuliner Kante strukturiert. Ausdrucksstarke Rosennoten und pfeffrige Würze geben Serge Lutens' "La fille de Berlin" herbstliche Wärme und Tiefe, während die "Rosenrüstung", die sich die spanische Schauspielerin Rossy de Palma mit "Eau de Protection" von Etat Libre d'Orange auf den Leib schneidern ließ, avantgardistisch getränkt ist mit dem "scharfen Stachel des Verlangens und der zuckersüßen Unschuld eines hingehauchten Kusses". Anhänger klassischer Parfums hingegen kommen bei Andy Tauer auf ihre Kosten, denn der Schweizer mixt für seinen handgemachten Vintageduft "Une Rose Chyprée" bulgarische Rosen mit einem grünen Chypreakkord. Wie so oft sind es die Details, die den Unterschied machen. Dann ist eine Rose vor allem nicht irgendeine Rose, sondern eine ganz besondere.

 

 

... eine Rose ist eine Rose

A la Rose von Maison Francis Kurkdjian
La fille de Berlin von Serge Lutens
Rose Chyprée von Tauer Perfumes
Eau de Protection von Etat Libre d'Orange
Rose Noir von Byredo
Lyric Women von Amouage

[ Am 11. Mai ist Muttertag

Eau de Parfum Aqua Universalis von Maison Francis Kurkdjian

 

 

 

Seit mehr als 100 Jahren gibt es den Muttertag. Eigentlich als stiller Gedenktag an die (verstorbenen) Mütter gedacht, ist der zweite Sonntag im Mai heute eher ein kommerzielles Großereignis, zumindest für die Blumenhändler. 

Dabei könnte es so einfach sein, das Richtige zu schenken. Meine Mutter war da z.B. immer ebenso schlicht wie bescheiden, zumindest auf den ersten Blick. Sie wünschte sich von mir und meinen Schwestern nichts anderes als "artige Kinder, die sich nicht streiten". Uns hingegen wäre es wesentlich lieber gewesen, sie hätte sich einfach Pralinen oder Blumen gewünscht.

Und was schenkt man nun zum Muttertag? Wie wäre es denn einfach mal mit Zeit und Aufmerksamkeit? Wer darüber hinaus noch ein paar Anregungen benötigt, findet anbei anbei ein paar Vorschläge.

 

 

 

 

Fotos: Christiane Behmann 

 

 

 

Eau de Parfum Aqua Universalis von Maison Francis Kurkdjian
Duftkerze Joséphine von Cire Trudon
5-free Nagellack von Intensae
Handcreme La Tulipe & Bal d'Afrique von Byredo
Teatime mit Tee von Mariage Frères

[ Weihrauch - Geschenk der Götter

Parfumeur Andy Tauer

 

Schon in der Antike war Weihrauch ein begehrtes Handelsgut. Bis heute spielt das kostbare Harz des Weihrauchbaumes in den meisten Religionen und Kulturen eine wichtige Rolle. Weihrauch ist nicht nur in der katholischen Lithurgie ein Symbol für Reinigung, Verehrung und Gebet, sondern gilt auch als duftende Ingredienz “per fumum” (durch den Rauch) als Geburtsstunde der Parfümerie. 

 

"Nicht gelehrt, aber mit Verstand" bringt der Duftsalon Menschen zusammen, die sich für das Thema Duft begeistern. Am 19. März 2015 trafen sich im Duftcontor bereits zum 5. Mal die Duftenthusiasten. Diesmal war das Thema "Weihrauch, Geschenk der Götter ". Als Experte war Andy Tauer aus Zürich angereist. Der Schweizer gilt als einer der besten unabhängigen Parfümeure und als Virtuose im Umgang mit dem Duftstoff Weihrauch. Im Rahmen des Duftsalons zeigte er nicht nur verschiedene Weihrauchextrakte, darunter einen Boswellia Co2 Extrakt, der auch in den Tauer Parfums zu finden ist, sondern brachte auch echtes Weihrauchharz zum Räuchern mit.

 


Die Überraschung des Abends und ein ganz besonderer Moment war jedoch die Präsentation des neuen Suitenkonzeptes des Oldenburger Altera Hotels.  Inhaber Michael Schmitz stellte den Prototyp einer Installation vor, die mit einer großformatigen Fotografie sowie einem dazu passend ausgesuchten Duft und Wein, die Lebenswelt eines fiktiven Oldenburgers zeigen wird. Andy Tauer fühlte sich geehrt, dass in einer der Altera-Suiten zukünftig sein Duft "Lonestar Memories" zu erleben sein wird. 


Hier geht es zu den Parfums von Andy Tauer


Fotos: Hendrik Reinert

 

Duftsalon 2015

Parfumeur Andy Tauer
per fumum - durch den Rauch
Rohstoff ...
... und Parfum
komplexe Düfte müssen auf die Haut
testen
fachsimpeln
Gastgeber Michael Schmitz (Altera Hotel) & Christiane Behmann (Duftcontor)

[ Herbstzeitlose

wärmt: Pour le Soir von Maison Francis Kurkdjian


Von Unwissenden mitunter als überteuerter Luxus diskreditiert, sind qualitativ hochwertige Duftkerzen jeden Cent wert, denn es macht absolut Sinn, auf Qualität zu achten. Das fängt beim Brennverhalten an und hört bei den Duftstoffen auf, die permanent und über einen langen Zeitraum eingeatmet werden.

 

Davon abgesehen sind Duftkerzen Balsam fürs depressive Herbstgemüt an grauen Tagen. Dabei sind sie leider nichts für “Zwischendurch”, denn Duftkerzen benötigen Zeit, Aufmerksamkeit und auch etwas Pflege: Der Docht muss regelmäßig gekürzt werden, und man sollte die Kerze erst dann wieder löschen, wenn der Wachsteller komplett flüssig ist. Und das kann schonmal – je nach Größe – ein paar Stunden dauern. Und natürlich sollte man Kerzen niemals unbeobachtet brennen lassen. Aber wer will das schon, denn schließlich ist es neben dem Duft auch das sanft flackernde Licht der Flamme, das für Entspannung sorgt und die Seele baumeln lässt.

 

Pour le Soir von Maison Francis Kurkdjian

Cotton Poplin von Byredo

Postitano par Giambatista Valli von Cire Trudon

Orange River von Baobab

Fruit & Flowers von Acqua di Parma



Jetzt kommen sie wieder zum Einsatz

wärmt: Pour le Soir von Maison Francis Kurkdjian
mild: Orange River von Baobab
Spektakulär: Collection Fruit & Flower von Acqua di Parma
kuschelweich: Cotton Poplin von Byredo
Sommerliebe: Positano von Cire Trudon
Dulcis in Fundo von Profumum Roma
Dulcis in Fundo von Profumum Roma
Tee
Bodylotion Vanille von Ligne St. Barth
Kirschblütenfest: Diffuser Amarena von Linari
Fruchtbombe: Multiple Rouge von Humeicki & Graef

[ Sweets for my sweet, sugar for my honey

Zum Anbeissen süß

 

Vanillle, Mandeln, Zucker, Früchte und pudriger Moschus sind nicht nur Zutaten, die uns an unbeschwerte Kindertage erinnern, sondern auch die Ingredienzien sogenannter Gourmanddüfte, jenen Grenzgängern, die sich zwischen zuckrig süß und essbar lecker bewegen.


Unser olfaktorisches Gedächtnis liegt im Limbischen System, dem Ort im menschlichen Gehirn, wo auch die Emotionen verarbeitet werden. Deshalb initiiert der Duft von Milch und Honig, Vanille oder Zucker ebenso oft wie unmittelbar das Gefühl sich umsorgt, beschützt und behütet zu fühlen, weil uns der Duft in eine Zeit zurückführt als unsere Welt klein, einfach, gut und behaglich war. 


Dulcis in Fundo von Profumum Roma

Tee "Macaron" von Mariage Frères

Bodylotion "Vanille" von Ligne St. Barth

Diffuser " Amarena" von Linari

Multiple Rouge von Humiecki & Graef
Fotos: Duftcontor

 


[ Viva la Diva

Daphne von Comme des Garcons by Daphne Guinness

 

Kaprizös, genial & manchmal etwas anstrengend

 

Maria Callas war eine, Greta Garbo sowieso und Coco Chanel; aber auch Fußballer Diego Maradona oder Malergenie Savador Dalí. Einer Diva sagt man Exzentrik, Unnahbarkeit und Extravaganz nach. Sie gilt als launisch und kapriziös, als genial und stilsicher, wenn auch mitunter manchmal anstrengend. 

 

Alltagstauglichkeit ist für sie kein Kriterium; eine Diva braucht die große Bühne. Pinkfarbene Leo-Pumps mit 14 cm Absätzen? Kein Thema. Wozu gibt es Begleiter und hinterher wird ohnehin jeder sagen "Wow, was für ein Auftritt". Wen interessiert, wie David Beckham Fußball spielt, solange es Trikots mit seinem Namen gibt, und er mit Tochter Harper mediengerecht in der ersten Reihe sitzt. Ohne Inszenierung keine Diva.

 

Fest steht: Eine Diva kann man nicht werden, eine Diva muss man(n) sein. In diesem Sinne wünschen wir viel Spaß mit unserer kleinen Auswahl "divaströser" Parfums

 

Daphne von Comme des Garcons

Kinski von Kinski Parfums

Black Afghano von Alessandro Gualtieri

Tubéreuse Criminelle von Serge Lutens


 

Daphne von Comme des Garcons by Daphne Guinness
Schauspiellegende Klaus Kinski & Kinski
Stummfilmdiva Gloria Swanson & Tubéreuse Criminelle von Serge Lutens
Exsence - The Scent of Exellence 2014 in Mailand

 

 

Neben der "Pitti Fragranze" in Florenz ist die "Exsence" in Mailand die größte Messe für Nischenparfums. Hier stellen die großen internationalen Vertriebe aus, aber man trifft auch viele Parfumeure. Ca. 75 Aussteller präsentierten vom 20. - 23. März in der Mailander Triennale ihre Kreationen, darunter auch viele Parfumeure, u.a. Mark Buxton, Bertrand Duchaufour, Vero Kern und Nasomattos "The Nose" Alessandro Gualtieri. Der taufte sein neuestes Epos "Blamage" und ließ einen Film darüber drehen, den er in einem Mailänder Kino zeigte.  Neben zahlreichen mehr oder weniger unterhaltsamen Performances und Workshops rund um das Thema "Duft" waren es aber vor allem die Neuheiten, für die sich Händler, Presse und Parfumistas aus der ganzen Welt in Mailand interessierten. 

 

 

"Und Neuerscheinungen gab es eine ganze Menge. So zeigte Sebastian Fischenich, der noch vor kurzem zu Gast beim 3. Oldenburger Duftsalon war,  mit "Nouveau-nu" and "Abîme" gleich zwei neue Humiecki & Graef-Parfums zu den Themen Hoffnung und Schmerz, mit "Aoud Orange" und "Melody Aoud" lanciert Montale zwei Neuheiten und Linari präsentierte mit "Mare Pacifico" einen frischen Meeresduft. Eau d'Italie zeigte einen Granatapfelduft namens "Graine de Joie" und von Etat Lible d'Orange erwartet uns nicht nur ein frisches Cologne, sondern auch eine intensivierte Weihrauch-Variante von "Rien".

 


"Alles in allem waren es so viele neue Düfte, dass selbst trainierte Nasen nach kurzer Zeit völlig überfordert sind. Insofern blieb es in den meisten Fällen bei einem optischen Eindruck. Bedauerlicherweise können sich leider nur sehr wenige Hersteller dazu durchringen, ihren Kunden den gleichen Service zu bieten, der mittlerweile überall erwartet wird: Eine Probe zum Mitnehmen. Ohne Riechprobe gerät leider vieles schon nach kurzer Zeit wieder in Vergessenheit, was man sich bei nächster (Einkaufs)Gelegenheit sicher gerne noch einmal in Erinnerung gerufen hätte. So bleiben erstmal nur Informationstexte und Papier ist bekanntermaßen geduldig.

 

Bildquelle: Duftcontor

[ Exsence 2014 - Messe in Mailand

[ Duftsalon 2014 "Wie duftet Begehren?"

Sebastian Fischenich von Humiecki & Graef

 

 


"Nicht gelehrt, aber mit Verstand" brachte der Oldenburger Duftsalon am 19. Februar 2014 im Duftcontor bereits zum dritten Mal Menschen zusammen, die sich - anknüpfend an die Kunst- und Literatursalons des 17. und 18. Jahrhunderts - im weitesten Sinne für das Thema Duft interessieren. "Wie duftet Begehren?" war das Thema an diesem Abend zu dem als Experte Sebastian Fischenich, Kommunikationsdesigner mit eigener Agentur in Köln und Hochschulprofessur in Zürich.

 

 

Gemeinsam mit Tobias Müksch lancierte Fischenich 2007 die Marke Humiecki & Graef, deren ebenso intellektuelles wie innovatives Duftkonzept auf der olfaktorischen Umsetzung menschlicher Emotionen basiert. Insofern war Fischenich nicht nur qua Kompetenz und Persönlichkeit ein Gewinn für die Veranstaltung, sondern ist auch eine international anerkannte Koryphäe, wenn es um die kritische Betrachtung der emotionalen Aufladung von Waren aus Marketingaspekten geht.

 

Kaum eine Branche verdient mit Gefühlen, Träumen, Projektionen und Identifikationen soviel Geld wie die Beautyindustrie. Ein Marketingkonzept, dass mittlerweile auch im sog. Nischenbereich mehr und mehr greift, denn kaum eine neue Marke oder ein Duft wird heutzutage ohne passende "Geschichte" auf den Markt gebracht.

 

Und wie duftet das Begehren? Die Antwort auf diese sonst eher schwierige Frage war an diesem Abend dank der kompetenten Auskunft von Sebastian Fischenich schnell gefunden: Wie "Geste" von Humiecki & Graef.

 


Hier geht's zu den Parfums von Humiecki & Graef


Fotos: Hendrik Reinert

Sebastian Fischenich von Humiecki & Graef
Experte für Kommunikation
Riechen gehörte zum Pflichtprogramm
sensible Nasen waren gefragt
manchmal reicht es auch, am Flakon zu riechen
Ebenso begehrt wie die sündhafte Manufakturschokolade von Christian Klinge
... war der passende Rotwein, den Somelier Hotelbesitzer
Bericht in der City News
Grown

[ Trend: Hands Up


Sie sind pausenlos in Bewegung und ständig beschäftigt, sie greifen, halten, streicheln, tasten oder fühlen. Und obwohl unsere Hände im täglichen Leben das wichtigste Instrument sind, werden sie allzu oft sträflich vernachlässigt, müssen Kälte, Wind, Wetter und häufiges Waschen schutzlos ertragen. 


Unsere Hände brauchen mehr Feuchtigkeit und Pflege als man vermutet, denn die Haut des Handrückens ist ebenso dünn wie in unserem Gesicht, hat jedoch weitaus weniger Unterhautfettgewebe und so gut wie keine Talgdrüsen. Höchste Zeit also, dass wir unseren Händen etwas mehr Aufmerksamkeit schenken und ihnen regelmäßig eine extragroße Portion Handcreme gönnen.

 

Handpflege im Duftcontor


Fotos: Duftcontor

[ Manufakturportrait: Humiecki & Graef

Humiecki & Graef


Das Projekt begann mit zwei polnischen Großmüttern und einem Schatz. Das Wesen der slawischen Seele und der Hang zur Melancholie, Gläubigkeit und Metaphysik wurde gesucht, gefunden wurde Skarb (polnisch für „Schatz“), der erste Duft der Kölner Kommunikationsdesigner Sebastian Fischenich und Tobias Müksch für ihr Label Humiecki & Graef.  2007 gegründet, ist der Name eine olfaktorische Hommage an die Großmütter der beiden, Helena Humiecka z Humiecina und Katharina Graef und das Konzept Parfums über menschliche Emotionen. Als Parfümeur engagierten sie Parfümeur Christophe Laudamiel, der bereits Erfahrung mit ungewöhnlichen Duftkonzepten hatte. So entwarf er beispielsweise 2006 gemeinsam mit Christophe Hornetz die aufsehenerregende Box mit 15 verschiedenen Düften zu den Schlüsselsequenzen von Patrick Süßkinds Bestseller-Verfilmung “Das Parfum”.

 

Auch für das artifizielle Humiecki & Graef-Konzept ließ sich Laudamiel etwas Besonderes einfallen: Im Unterschied zur herkömmlichen Duftpyramide mit einem Ablauf von (flüchtiger) Kopf- bis (langanhaltender) Basisnote, konstruierte er einen sternförmigen Duftaufbau, damit sich die einzelnen Duftnoten harmonisch, langanhaltend und wiederkehrend entwickeln können. Eine ebenso innovative wie brilliante Idee, die zum Ausdruck bringt, dass es sich bei Humiecki & Graef um moderne, avantgardistische Parfums handelt, die jedoch nichtsdestotrotz auf traditioneller Parfumeurskunst basieren.

 

Hier geht's zu den Parfums von Humiecki & Graef

 

Fotos: Duftcontor, Humiecki & Graef

 

 

Schatzsuche

Humiecki & Graef
Kreativduo: Sebastian Fischenich & Tobias Müksch
Parfumeur Christophe Laudamiel
Das Design: klassisch & modern
Candour - der Duft über Vertrauen

[ "Dicht überhäupten uns Blüten in rosa, blau und weiß"

Syringa vulgaris: Flieder

 

Der zarte Duft des blühenden Flieders lässt sich nur schwer einfangen. In der Natur elegant auf der dünnen Grenze zwischer latent seifig und grünen Bitternoten balancierend, sind Parfums mit Fliedernoten meist nur eine laue Reprise des betörenden Duftes, den blühende Fliederbüsche an Abenden von Mai bis Juni verschwenderisch verströmen.

 

Die schönsten Sorten der winterharten Gehölze mit den üppig blühenden Dolden stammen übrigens aus Russland. Dort gilt der Duft von "Syringa vulgaris" als Synonym für Reinheit und Sauberkeit. Was kaum jemand weiß: Mit über 300 Sorten entstehen heute die meisten Pflanzen in den Laboren von piccoplant am Stadtrand von Oldenburg. Mehr als 750.000 Pflanzen produziert Diplom Biologin Elke Haase dort pro Jahr und exportiert Raritäten wie die zart roséfarben schimmernde "Beauty of Moscow" oder die in hellem Violett gefüllte "Le Notre" in die ganze Welt.  

 

Während Fliederblüten als Symbol für die romantische und unschuldige Liebe gelten, haben Fliederparfums nicht selten eher altjüngpferlichen "Hautgout". Eine der wenigen Parfumeurinnen, denen es gelungen ist, die zarte, mädchenhaft feminine Anmut des Fliederduftes einzufangen ist Ineke Rühland mit ihrem Duft "After my own Heart". Und doch zeigt die Natur jedes Jahr ihre haushohe Überlegenheit gegenüber jeder noch zu guten Kreation. Zu erleben jetzt und immer wieder, wenn er blüht; der Flieder.

Fotos: Duftcontor

 

 

Syringa vulgaris: Flieder
vielbesungener Blütentraum: weißer Flieder
Beauty of Moscow
Traum in pastell
Klassiker: dunkler Flieder