[ Viva la Diva

Daphne von Comme des Garcons by Daphne Guinness

 

Kaprizös, genial & manchmal etwas anstrengend

 

Maria Callas war eine, Greta Garbo sowieso und Coco Chanel, aber auch Fußballer Diego Maradona oder Malergenie Savador Dalí. Einer Diva sagt man Exzentrik, Unnahbarkeit und Extravaganz nach. Sie gilt als launisch und kapriziös, als genial und stilsicher, wenn auch manchmal etwas anstrengend. 

 

Alltagstauglichkeit ist kein Kriterium; eine Diva will die große Bühne. Pinkfarbene Leo-Pumps mit 14 cm Absätzen? Kein Thema. Wozu gibt es Begleiter und hinterher wird ohnehin jeder sagen "Wow, was für ein Auftritt". Wen interessiert, wie David Beckham Fußball spielt, solange es Trikots mit seinem Namen gibt, und er mit Tochter Harper in der ersten Reihe sitzt. Ohne Inszenierung keine Diva.

 

Unser Fazit: Eine Diva kann man nicht werden, eine Diva muss man(n) sein. Wir wünschen viel Spaß mit unserer Auswahl an "divaströsen" Parfums

 

Daphne von Comme des Garcons

Rubj von vero.profumo

Kinski von Kinski Parfums

Black Afghano von Alessandro Gualtieri

Tubéreuse Criminelle von Serge Lutens


 

Daphne von Comme des Garcons by Daphne Guinness
Charlotte Rampling & Rubj von vero.profumo
Schauspiellegende Klaus Kinski & Kinski
Parfumeur Alessandro Gualtieri & Black Afghano
Stummfilmdiva Gloria Swanson & Tubéreuse Criminelle von Serge Lutens
Dulcis in Fundo von Profumum Roma

[ Sweets for my sweet, sugar for my honey

Zum Anbeissen süß

 

Vanillle, Mandeln, Zucker, Früchte und pudriger Moschus sind nicht nur Zutaten, die uns an unbeschwerte Kindertage erinnern, sondern auch die Ingredienzien sogenannter Gourmanddüfte, jenen Grenzgängern, die sich zwischen zuckrig süß und essbar lecker bewegen.


Unser olfaktorisches Gedächtnis liegt im Limbischen System, dem Ort im menschlichen Gehirn, wo auch die Emotionen verarbeitet werden. Deshalb initiiert der Duft von Milch und Honig, Vanille oder Zucker ebenso oft wie unmittelbar das Gefühl sich umsorgt, beschützt und behütet zu fühlen, weil uns der Duft in eine Zeit zurückführt als unsere Welt klein, einfach, gut und behaglich war. 


Dulcis in Fundo von Profumum Roma

Tee "Macaron" von Mariage Frères

Bodylotion "Vanille" von Ligne St. Barth

Diffuser " Amarena" von Linari

Multiple Rouge von Humiecki & Graef
Fotos: Duftcontor

 


 

 

Neben der "Pitti Fragranze" in Florenz ist die "Exsence" in Mailand die größte Messe für Nischenparfums. Hier stellen die großen internationalen Vertriebe aus, aber man trifft auch viele Parfumeure. Ca. 75 Aussteller präsentierten vom 20. - 23. März in der Mailander Triennale ihre Kreationen, darunter auch viele Parfumeure, u.a. Mark Buxton, Bertrand Duchaufour, Vero Kern und Nasomattos "The Nose" Alessandro Gualtieri. Der taufte sein neuestes Epos "Blamage" und ließ einen Film darüber drehen, den er in einem Mailänder Kino zeigte.  Neben zahlreichen mehr oder weniger unterhaltsamen Performances und Workshops rund um das Thema "Duft" waren es aber vor allem die Neuheiten, für die sich Händler, Presse und Parfumistas aus der ganzen Welt in Mailand interessierten. 

 

 

"Und Neuerscheinungen gab es eine ganze Menge. So zeigte Sebastian Fischenich, der noch vor kurzem zu Gast beim 3. Oldenburger Duftsalon war,  mit "Nouveau-nu" and "Abîme" gleich zwei neue Humiecki & Graef-Parfums zu den Themen Hoffnung und Schmerz, mit "Aoud Orange" und "Melody Aoud" lanciert Montale zwei Neuheiten und Linari präsentierte mit "Mare Pacifico" einen frischen Meeresduft. Eau d'Italie zeigte einen Granatapfelduft namens "Graine de Joie" und von Etat Lible d'Orange erwartet uns nicht nur ein frisches Cologne, sondern auch eine intensivierte Weihrauch-Variante von "Rien".

 


"Alles in allem waren es so viele neue Düfte, dass selbst trainierte Nasen nach kurzer Zeit völlig überfordert sind. Insofern blieb es in den meisten Fällen bei einem optischen Eindruck. Bedauerlicherweise können sich leider nur sehr wenige Hersteller dazu durchringen, ihren Kunden den gleichen Service zu bieten, der mittlerweile überall erwartet wird: Eine Probe zum Mitnehmen. Ohne Riechprobe gerät leider vieles schon nach kurzer Zeit wieder in Vergessenheit, was man sich bei nächster (Einkaufs)Gelegenheit sicher gerne noch einmal in Erinnerung gerufen hätte. So bleiben erstmal nur Informationstexte und Papier ist bekanntermaßen geduldig.

 

Bildquelle: Duftcontor

[ Exsence 2014 - Messe in Mailand

[ 3. Oldenburger Duftsalon "Wie duftet Begehren?"

Sebastian Fischenich von Humiecki & Graef

 

 


"Nicht gelehrt, aber mit Verstand" brachte der Oldenburger Duftsalon am 19. Februar 2014 im Duftcontor bereits zum dritten Mal Menschen zusammen, die sich - anknüpfend an die Kunst- und Literatursalons des 17. und 18. Jahrhunderts - im weitesten Sinne für das Thema Duft interessieren. "Wie duftet Begehren?" war das Thema an diesem Abend zu dem als Experte Sebastian Fischenich, Kommunikationsdesigner mit eigener Agentur in Köln und Hochschulprofessur in Zürich.

 

 

Gemeinsam mit Tobias Müksch lancierte Fischenich 2007 die Marke Humiecki & Graef, deren ebenso intellektuelles wie innovatives Duftkonzept auf der olfaktorischen Umsetzung menschlicher Emotionen basiert. Insofern war Fischenich nicht nur qua Kompetenz und Persönlichkeit ein Gewinn für die Veranstaltung, sondern ist auch eine international anerkannte Koryphäe, wenn es um die kritische Betrachtung der emotionalen Aufladung von Waren aus Marketingaspekten geht.

 

Kaum eine Branche verdient mit Gefühlen, Träumen, Projektionen und Identifikationen soviel Geld wie die Beautyindustrie. Ein Marketingkonzept, dass mittlerweile auch im sog. Nischenbereich mehr und mehr greift, denn kaum eine neue Marke oder ein Duft wird heutzutage ohne passende "Geschichte" auf den Markt gebracht.

 

Und wie duftet das Begehren? Die Antwort auf diese sonst eher schwierige Frage war an diesem Abend dank der kompetenten Auskunft von Sebastian Fischenich schnell gefunden: Wie "Geste" von Humiecki & Graef.

 


Hier geht's zu den Parfums von Humiecki & Graef


Fotos: Hendrik Reinert

Sebastian Fischenich von Humiecki & Graef
Experte für Kommunikation
Riechen gehörte zum Pflichtprogramm
sensible Nasen waren gefragt
manchmal reicht es auch, am Flakon zu riechen
Ebenso begehrt wie die sündhafte Manufakturschokolade von Christian Klinge
... war der passende Rotwein, den Somelier Hotelbesitzer
Bericht in der City News
Grown

[ Trend: Hands Up


Sie sind pausenlos in Bewegung und ständig beschäftigt, sie greifen, halten, streicheln, tasten oder fühlen. Und obwohl unsere Hände im täglichen Leben das wichtigste Instrument sind, werden sie allzu oft sträflich vernachlässigt, müssen Kälte, Wind, Wetter und häufiges Waschen schutzlos ertragen. 


Unsere Hände brauchen mehr Feuchtigkeit und Pflege als man vermutet, denn die Haut des Handrückens ist ebenso dünn wie in unserem Gesicht, hat jedoch weitaus weniger Unterhautfettgewebe und so gut wie keine Talgdrüsen. Höchste Zeit also, dass wir unseren Händen etwas mehr Aufmerksamkeit schenken und ihnen regelmäßig eine extragroße Portion Handcreme gönnen.

 

Handpflege im Duftcontor


Fotos: Duftcontor

[ Manufakturportrait: Humiecki & Graef

Humiecki & Graef


Das Projekt begann mit zwei polnischen Großmüttern und einem Schatz. Das Wesen der slawischen Seele und der Hang zur Melancholie, Gläubigkeit und Metaphysik wurde gesucht, gefunden wurde Skarb (polnisch für „Schatz“), der erste Duft der Kölner Kommunikationsdesigner Sebastian Fischenich und Tobias Müksch für ihr Label Humiecki & Graef.  2007 gegründet, ist der Name eine olfaktorische Hommage an die Großmütter der beiden, Helena Humiecka z Humiecina und Katharina Graef und das Konzept Parfums über menschliche Emotionen. Als Parfümeur engagierten sie Parfümeur Christophe Laudamiel, der bereits Erfahrung mit ungewöhnlichen Duftkonzepten hatte. So entwarf er beispielsweise 2006 gemeinsam mit Christophe Hornetz die aufsehenerregende Box mit 15 verschiedenen Düften zu den Schlüsselsequenzen von Patrick Süßkinds Bestseller-Verfilmung “Das Parfum”.

 

Auch für das artifizielle Humiecki & Graef-Konzept ließ sich Laudamiel etwas Besonderes einfallen: Im Unterschied zur herkömmlichen Duftpyramide mit einem Ablauf von (flüchtiger) Kopf- bis (langanhaltender) Basisnote, konstruierte er einen sternförmigen Duftaufbau, damit sich die einzelnen Duftnoten harmonisch, langanhaltend und wiederkehrend entwickeln können. Eine ebenso innovative wie brilliante Idee, die zum Ausdruck bringt, dass es sich bei Humiecki & Graef um moderne, avantgardistische Parfums handelt, die jedoch nichtsdestotrotz auf traditioneller Parfumeurskunst basieren.

 

Hier geht's zu den Parfums von Humiecki & Graef

 

Fotos: Duftcontor, Humiecki & Graef

 

 

Schatzsuche

Humiecki & Graef
Kreativduo: Sebastian Fischenich & Tobias Müksch
Parfumeur Christophe Laudamiel
Das Design: klassisch & modern
Candour - der Duft über Vertrauen